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Traumberuf Radiomoderator

04.10.2017 08:59

Ein Leben ohne den Journalismus ist für Marc Hanimann unvorstellbar: Neben seinem eigenen Radiostudio zuhause, arbeitet er ehrenamtlich beim «Radio 4», wie auch beim Onlinejugendmagazin «Tize.ch».

Mörschwil Marc Hanimann wohnt in Mörschwil, kommt ursprünglich aus St.Gallen. Momentan befindet er sich im vierten Lehrjahr zum Mediamatiker, die Berufsmatura habe er im vergangenen Sommer erfolgreich abgeschlossen. In seiner Freizeit fahre er gerne Fahrrad, treffe sich sehr gerne mit seinen Freunden und arbeitet neben allem, seit mehreren Jahren, ein bis zwei Mal pro Woche, im Theater.

Wie alles begann

Im Jahre 2010 habe er mit einem Kollegen begonnen, Radio zu machen. «Früher machte ich alles von Zuhause aus, ich hatte lediglich ein kleines Mikrofon», erzählt Hanimann voller Nostalgie. Heute habe er sich ein kleines Studio in seinem Zimmer eingerichtet, aus welchem er privat Radio mache. Er bereite seine Sendungen vor, zeichne diese auf und verschicke Teile davon an seine Freunde, um sich ein Feedback einzuholen. Ganz nach seinem Motto «Learning by doing» habe er sich das Meiste selber beigebracht. «Als ich noch zur Primarschule ging, habe ich mir einen Radiowecker gekauft, ich war immer derjenige, der bestens informiert war», so Hanimann, der schon seit klein auf von der Musik fasziniert ist.

Radio für die nächste Generation

Seit Januar dieses Jahres arbeite er ehrenamtlich für den Radiosender 4, bei dem er jeweils donnerstags redaktionell im Hintergrund mitwirken könne. «Manchmal darf ich sogar als Moderator einspringen», so Hanimann. Eines seiner tollsten Erlebnisse war das Stars in Town 2017 in Schaffhausen. «Dort habe ich an zwei von fünf Sendetagen Sendung gemacht. Ich konnte den Mundartsänger ‚Nemo‘ interviewen und habe den ‚Chäller‘ vom FM1-Team getroffen», erzählt Hanimann fasziniert, der ebenfalls schon ein Mal die Musikerin «Skyler», wie auch die Musikgruppe «Miracle Four» interviewen konnte. Auf die Frage hin, was ihm an diesem Medium am besten gefalle, antwortet er: «Es ist sehr schön, wenn man die Menschen durch den Tag begleiten kann, ihnen eine Freude bereitet und sogar eine Bindung zu ihnen aufbaut», meint Hanimann und behauptet, dass dies eines der wenigen Medien sei, das Info, Service, Musik und Unterhaltung, fast in Echtzeit, zusammenbringen würde. Das einzig Schwierige daran sei es, Infos, in kurzer Zeit, einfach, schnell und für den Hörer verständlich, erfassen zu können. Dies sei aber die einzige Herausforderung, welche Hanimann in diesem Bereich verspüre.

Ein Magazin, welches verbindet

Bald schon zwei Jahre arbeitet Hanimann ebenfalls ehrenamtlich beim Onlinejugendmagazin «Tize.ch». Dort schreiben über 30 junge Erwachsene Texte für 15’000 Leserinnen und Leser. «Dies macht unheimlich viel Spass», meint Hanimann und es sei auch ein wichtiges Sprungbrett in die Welt von Marketing, PR und vor allem Journalismus. Seine Aufgabe sei es, die Mittwochausgabe zu koordinieren und als Chefredaktor, bei allfälligen Fragen und Problemen, zu helfen. Ebenfalls schaue er, dass der Tagesbetrieb funktioniert, damit der Leser ab 6 Uhr etwas zu lesen habe. Laut Hanimann zeichne die Mischung das Jugendmagazin aus, denn neben geschriebenen Texten werden ebenfalls Video-Beiträge kreiert. «Am liebsten schreibe ich über Musik, jeweils freitags stelle ich zum Beispiel immer einen neuen Song vor», erzählt der Musikfanatiker, zu dessen Lieblingsprojekten Nachtreportagen, Team-Tize-Vorstellungen und Lieblingslieder vom Tize-Team gehören. In Zukunft wolle er gerne Tagesreportagen durchführen und allenfalls über ältere Musik berichten, die in den Jahren vergessen ging.

Zukunftsvision

Sobald er im neuen Jahr seine Ausbildung abgeschlossen habe, möchte er nach Winterthur an die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) gehen, um dort den Bachelor in Kommunikation mit Vertiefung Journalismus zu machen. «Ich hoffe, bei einem tollen Radiosender arbeiten zu können, sobald ich den Bachelor in der Tasche habe», so Hanimann. Dieses Ziel strebe er schon sein ganzes Leben an. Auf die letzte Frage hin, wie er dies alles unter einen Hut bringen kann, antwortet er: «Es ist nicht nur ein Hobby, sondern mein Leben. Deshalb «opfere» ich sehr gerne meine Freizeit dafür.

Lynn Rissi, St. Galler Nachrichten

Zum Originalartikel: http://www.st-galler-nachrichten.ch/region/detail/article/traumberuf-radiomoderator-00124620/

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